Hinter dem Hamburger Label FKK stecken die beiden Designer Stefan Harm und Tobias Jopp, die seit zehn Jahren in Eppendorf in ihrem eigenen Laden ihre Mode für selbstbewusste Individualisten verkaufen.
Geposted: Donnerstag, 19. August 2010 | Autor: Tobias Jopp | Kategorie: Allgemein | Tags: bequem, Dirndl, Freiheit, Jerseystoff, Kleidertracht, Kult, Kultur, oktoberfest, tragbar, Wiesn | Keine Kommentare »
Freiheit, Körper und Kultur sind nicht unbedingt die Begriffe, die ein Oktoberfest-Anfänger mit der Wiesn in Verbindung bringen würde. Von Freiheit kann in überfüllten Bierzelten mit Schunkelzwang kaum die Rede sein, an den Körper möchte der Besucher nach reichlich Maß- und Hendl-Genuss lieber nicht mehr denken und den Sinn für Kultur lässt er am besten ganz zu Hause. Es sei denn, er steht auf den Zillertaler Hochzeitsmarsch. Nichts desto trotz hat das Fest in München was; wenn nicht Kultur, so doch Kult. Warum sonst sollten abertausende Menschen jährlich in die stickigen Bierzelte pilgern? An der Musik kann es nicht liegen. Am schalen Bier, das jedes Jahr teurer wird auch nicht. Es liegt am Dirndl!
Irgendwie hat es die Kleidertracht aus dem Süden geschafft, einen modischen Kultstatus zu erlangen. Verständlich. Ein Dirndl betont die Taille, hat in der Regel einen beeindruckenden Ausschnitt, wirkt trotzdem ländlich-unschuldig und macht einfach was her. Wer im Hofbräuhaus arbeitet, kann jeden Tag die Vorzüge des Dirndls zur Schau tragen, alle anderen konnten das bisher nur auf der Wiesn. Aber das wird sich jetzt ändern. Das Hamburger Label FKK bricht das Dirndl-Monopol der Münchner Bierfeste auf. Die Designer Stefan Harm und Tobias Jopp bringen im September drei Kleider auf den Markt, die alle Vorzüge des Dirndls vereinen und gleichzeitig ausgesprochen tragbar sind. Die drei Modelle kommen lieblich-geblümt, sportlich-klassisch und tarnfarben-schick daher. Eines sind sie alle drei: mädchenhaft.
Dirndl nämlich, das wissen auch die Hamburger, kommt von „Dirn“ beziehungsweise „Deern“ und das heißt Mädchen. Mädchen mögen verspielte Kleider, sie dürfen aber auch ein bisschen praktisch sein. Deshalb ist die Hamburger Antwort auf das feminine Kleidungsstück feierwilliger Bayern auch ein ironisches Spiel mit den Stilelementen. Der weite Ausschnitt, die Rüschen und der Blickpunkt Taille sind geblieben, kompliziertes Anziehen, das Schnüren, Haken, Binden und die Dirndlbuse entfallen. In das Hamburger Jersey-Dirndl schlüpft die Frau von Heute einfach rein – fertig. Der Jerseystoff fällt gleich so, wie er soll. So ist die Hamburgerin wenn sie will viel schneller beim Zapfhahn als ihre bayerische Kollegin. Und das liegt nicht nur daran, dass sie zum Anziehen des Kleides etwa zehn Sekunden braucht, sondern auch daran, dass sie sich im Gegensatz zur traditionellen Trachtenträgerin einfach besser bewegen kann. Das Hamburger Pendant nämlich sitzt bequem und fließend und engt an keiner Stelle ein. Ein Figurschmeichler mit Wohlfühleffekt. Und das gilt auch noch, wenn in München die Zelte längst abgebrochen sind.
Hamburger Dirndl sind nämlich nicht nur im ganzen Land, sondern auch das ganze Jahr über tragbar.
Jersey- Deerndle by FKK

Geposted: Donnerstag, 27. Mai 2010 | Autor: Tobias Jopp | Kategorie: Allgemein, FKK | Tags: Deutschland, Fanklamotte, Flagge, Freiheit, Fußballmode, Kultur, Stil | Keine Kommentare »
Fußballmode ohne Abseitsfalle
FKK kleidet die Fans
Frauen, die auch nur einen Hauch von Geschmack und Stilwillen mitbringen, haben es alle zwei Jahre verdammt schwer. Der Grund liegt auf der Hand: WM und EM haben sich in den letzten Jahren vom Eckkneipenphänomen zum gesamtgesellschaftlichen Sommerspaß entwickelt. Wer Fussball-Übertragungen noch mit Bier und Chips zuhause im Wohnzimmer sieht, ist vermutlich ein Misanthrop. Alle anderen, Männer, Frauen, Fans und Gelegenheitskicker sammeln sich beim Public Viewing in den Innenstädten.
Und hier stellt sich das Problem. Wie kleidet sich der weibliche Fan, der auch nur einen Hauch Eitelkeit kennt? Trikots, Blumenketten und beschmierte Gesichter sind nun einmal nicht jedermanns Ding. Hinzu kommt, dass unsere Landesfarben es dem eher blassen Mitteleuropäer nicht leicht machen, darin wirklich gut auszusehen. Wer Flagge zeigen möchte, ohne sich selbst ins modische Abseits zu schießen, hat es in Deutschland schwer. Dennoch hat die Frau mit Stil und Ballgefühl Glück gehabt: Denn in diesem Sommer kann sie äußerst geschmackvoll Freiheit, Körper, Kultur und Fußball in Einklang bringen.
Das Hamburger Label FKK kleidet im Sommer 2010 den Fan, der seine Eitelkeit nicht mit dem Anpfiff zu den ersten Spielen verleugnen möchte. Kleider, Röcke, Shirts und Anzüge verbinden spielerisch Büroschick mit Fanklamotte. Die nicht eben anspruchslosen Flaggenfarben Schwarz, Rot und Gold werden durch die gesamte Kollektion so raffiniert kombiniert, dass sie auch dem Teint der Mitteleuropäerin schmeichelt. Das Rot erscheint hier als edles Weinrot, Gold kommt nicht grellgelb, sondern als warmer Goldton daher und auch die notorische Schwarzträgerin kann zwischen diskreten Anspielungen und großflächigen Farbspielen wählen.
Der FKK Champion-Look. Näheres nur einen KLICK weiter…….

Euer FKK Team.
Geposted: Mittwoch, 28. Oktober 2009 | Autor: Tobias Jopp | Kategorie: FKK | Tags: FKK, Freiheit, jerseykleid, Kleidung, knitterfrei, Koffer, Kultur | Keine Kommentare »
Es ist nicht so, dass die beiden Designer von FKK Kleidung grundsätzlich ablehnen. Für Werbezwecke lassen sie zwar schon einmal die Hüllen fallen. Im Shop aber trifft der Kunde die beiden grundsätzlich bekleidet an. Sie wissen schließlich, bei allem Körpereinsatz, was sich gehört.
Was man tut oder auch nicht, gehört sowieso nicht zu den Hauptsorgen der beiden Designer Stefan Harm und Tobias Jopp. Sie nehmen den ganzen Moderummel und alles was dazugehört nicht so ernst und bemühen sich generell um eine entspannte Haltung zum Thema Kleidung. Das drückt sich nicht zuletzt im unkonventionellen Namen des Labels aus, der ja eigentlich eine Absage an jede Form der Körperbedeckung ist. FKK ist in diesem Fall aber keine Aufforderung zum kollektiven Kleiderabwerfen und auch keine reine Provokation. “Freiheit, Körper und Kultur sind drei Bergriffe, die sehr gut zu uns passen,” erklärt Stefan Harm.
Die Freiheit spürt jede Frau, die schon einmal ein Jerseykleid anhatte, das knitterfrei aus jedem Koffer kommt, perfekt sitzt, nicht zwickt, nicht rutscht und seiner Trägerin, die eben nicht an sich herumzupfen muss, sondern sich auf wichtigere Dinge konzentrieren kann, eine unglaubliche Freiheit einräumt. Körperbewusstsein und Körperhaltung sind für diese Trägerin ebenso selbstverständlich wie Kultur, beziehungsweise eine intellektuelle Haltung zu ihren Kleidern. Die FKK-Kundin weiß, dass Kleidung immer eine Aussage ist.